Falkners Süßwasserrochen

Potamotrygon falkneri

Falkners Süßwasserrochen, auch Großgefleckter Süßwasserrochen genannt, gehört zur Familie der Süßwasserstechrochen. Die im nordöstlichen Argentinien, zentralen Paraguay und westlichen Brasilien vorkommenden Tiere schwimmen vorzugsweise am Boden und selten frei im Wasser.

Wissenswertes zum Rochen

Der Pfauenenaugenstechrochen gehört zur Familie der Süßwasserstechrochen. Die im mittleren und nördlichen Südamerika vorkommenden Tiere schwimmen vorzugsweise am Boden und selten frei im Wasser. Süßwasserstechrochen sind im Vergleich zu ihren entfernten Verwandten im Meer fast vollständig rund und beeindrucken je nach Art durch verschiedene, auffallend schöne Farben und Muster. Im Aquarium Berlin ziehen auch Nagelrochen oder der pechschwarze, weiß getupfte Leopolds Rochen ihre Bahnen.

Steckbrief

  • Herkunft

    Südamerikanische Flüsse

  • Lebensraum

    seichte und langsam fließende Gewässer

  • Nahrung

    Weichtiere, Fische, Insektenlarven und Krebstiere

  • Bestand

    unbekannt

  • Größe

    60 bis 80 cm

  • Gewicht

    unbekannt

  • Brutzeit

    ca. 20 Wochen (ovovivipar)

  • Erreichbares Alter

    über 20 Jahre

Bedrohungsstatus laut IUCN

Elegante und wendige Bodenschwimmer

Die Brustflossen des Rochens sorgen mit wellenförmigen Bewegungen für Antrieb. Er kann sogar kurzzeitig rückwärts schwimmen. Seine Bauchflossen steckt der Rochen zum Bremsen in den weichen Boden oder nutzt sie als Antrieb beim langsamen Schwimmen – dann scheint es, als würde er über den Grund laufen.

Ruppige Umgangsform oder Liebesbiss?

Auf uns Menschen könnte die Umgangsform der Süßwasserrochen untereinander etwas barsch wirken. Dabei ist ein Biss in die Flosse unter Rochen quasi völlig normal. Männchen wenden ihn nicht nur bei der Balz um das Weibchen an, sondern auch beim Gerangel um das Futter. Selbst Bisse in den Rücken kommen vor, jedoch fügen Rochen sich nur dabei nur kleine Verletzungen oder „blaue Flecken“ zu.

Ihr Giftstachel ist gefürchtet

Alle Stechrochen besitzen einen kräftigen, gesägten Giftstachel auf dem langen Schwanz, der etwa alle drei Monate abgeworfen und durch einen neuen, nachwachsenden Stachel ersetzt wird. Fühlt ein Rochen sich bedroht, schlägt er den Schwanz mit aufgestelltem Giftstachel in den Angreifer. Taucher und Aquarianer fürchten diese Situation, denn auch, wenn der giftige Stachel des Rochens nicht tödlich ist, so hinterlässt er doch äußerst schmerzende und nur schlecht heilende Wunden.

Stimmt es, dass…?

… Rochen gegenüber Pflegern zutraulich sind? Zutraulich nein, neugierig hingegen schon. Rochen legen ihre anfängliche Scheu gegenüber Pflegern rasch ab und untersuchen alles Neue in ihrem Becken mit Interesse, wobei sie auch fütternden Händen näherkommen. Doch Vorsicht, denn ein zu vertraulicher Umgang mit Rochen kann schiefgehen – erschrecken sie sich, reagieren sie blitzschnell.

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