Singvögel

Der Zoo Berlin setzte sich für den Schutz der Singvögel in Südostasien ein.

Projektinfo

  • Name des Projekts

    Prigen Conservation Breeding Ark (PCBA)

  • Tierart

    Singvögel (Passeri)

  • Bedrohungsstatus laut IUCN

    Diverse

  • Einsatzort

    Indonesien

  • Größte Bedrohung durch

    Wilderei

  • Lösungsansatz

    Aufbau eines Zuchtprogramms, Wiederansiedlung in ihrem natürlichen Lebensraum

Besondere Gesangstalente

In der Welt der Vögel sind zahlreiche Singvögel Zuhause, wie beispielsweise die Reisfinken, Mittelbeos oder Balistare. Rund 4000 Arten von Singvögel gibt es weltweit. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Singvögel ursprünglich aus Australien stammen. Von dort breiteten sie sich langsam auch nach Südostasien aus und sind heute auf der ganzen Welt zu finden. Eine besondere Artenvielfalt herrscht in den tropischen Wäldern Südostasiens, insbesondere in Indonesien. Indonesien bietet mehr als 1500 Vogelarten ein Zuhause, davon sind rund ein Drittel endemisch, also nur in Indonesien zu finden.  Der Singvogelbestand in Indonesien befindet sich seit einigen Jahren auf dem stark abnehmenden Ast.

Tradition als Gefahr

Ihr Bestand hat in der Wildbahn drastisch abgenommen. Grund dafür ist die Zerstörung ihres Lebensraums und der Brutgebiete. Dies geschieht in erster Linie durch Trockenlegung von Feuchtgebieten für die sich ausbreitende Landwirtschaft. Im Jahr 2007 wurden auf Mallorca Die Ursache für den Rückgang der Singvögel liegt in der Kultur der Region. Vögel in Volieren waren schon immer beliebt. Geschätzt hält jeder fünfte Haushalt in Indonesien einen Vogel als Haustier. Es gibt sogar einen richtigen Wettstreit zwischen Singvogelhaltern – das schönste Lied des begabtesten Singvogels verschafft dem Halter nicht nur einen höheren sozialen Status, die Wettbewerbe bieten auch einen finanziellen Anreiz für die Bevölkerung. Die Tradition der „songbird competitions“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und ist zu einem regelrechten Sport geworden, der in seinen Dimensionen mit dem Fußball in Europa vergleichbar ist.  Entsprechend gutes Geld lässt sich mit dem Verkauf von Singvögeln verdienen. noch drei Brutpaare registriert. Die Marmelente wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) deshalb als vom Aussterben gefährdet eingestuft und hat somit den gleichen Gefährdungsgrad wie der Afrikanische Elefant oder das Panzernashorn.

Aus der Wildnis in den Käfig

Dabei wird wild gefangenen Vögeln eine größere Begabung nachgesagt, als ihren nachgezüchteten Verwandten. Zudem ist es oftmals einfach Vögel in der Wildnis zu fangen und zu verkaufen, als sie zu züchten, denn viele wild gefangenen Vögel gehen kurz nachdem sie in einen Käfig gesperrt wurden ein. Auch für den Export, für den Verzehr und für medizinische Gründe werden Singvögel in den Wäldern Indonesiens gejagt. Die Nachfrage ist entsprechend groß und betroffen sind hunderte von Arten und Millionen von Tieren jedes Jahr.

  • Preview

    Silent Forest

    Mehr zum Projekt erfahren Sie im Video.

    Zurück in die Wälder

    Gemeinsam mit dem Taman Safari  Tierpark in Indonesien und einigen anderen deutschen Zoos baute der Zoo Berlin in Indonesien eine Zucht- und Schutzstation auf. Hier werden Singvögel nun gezielt nachgezogen und wieder in die tropischen Wälder ihrer ursprünglichen Heimat entlassen. Außerdem beteiligte er sich an der Aufklärungskampagne der EAZA, die unter dem Namen  Silent Forest  auf die akute Bedrohung von Singvögeln weltweit aufmerksam machen will. Gemeinsam mit vielen anderen Zoos sollen weiterhin finanzielle und personelle Ressourcen sowie zusätzliche Expertise beschaffen werden, um die asiatischen Singvögel vor dem Aussterben zu retten.

    Öffnungszeiten

    Heute, 24. Oktober
    9:00 - 18:00 Uhr
    Letzter Einlass: 17:00 Uhr
    Öffnungszeiten

    Fütterungen & Trainings

    • Derzeit können keine öffentlichen Fütterungen und Tiertrainings stattfinden.

    Plan

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    Anfahrt

    Budapester Straße 32, 10787 Berlin

    Anfahrt