Woran erkenn' ich einen Fisch?

- Der AMMENHAI zählt wie alle Haie
Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Selbst die Wissenschaftler sind sich nicht immer ganz einig. Im Allgemeinen aber werden die fischähnlichen Inger und Neunaugen heute in eine eigene Gruppe (Klasse), die Rundmäuler (Cyclostomata) gestellt.
Wenn man dieser zoologischen Systematik folgt, dann sind Fische schon eindeutiger zu beschreiben. Fische sind stets im Wasser lebende, kaltblütige Wirbeltiere. Sie besitzen Flossen und atmen stets über Kiemen. Ihre Haut ist meistens beschuppt und von einer dünnen, schleimigen Oberhaut (Epidermis) überzogen. Ihr Herz besteht nur aus einer Vorkammer und der Hauptkammer und führt nur venöses Blut.
Die Fische werden in 2 Klassen eingeteilt:
- Knorpelfische mit Haien, Rochen und Seekatzen
- Knochenfische mit über 24.000 Arten in 34 Ordnungen

- Der schuppenlose HARNISCHWELS
Wenn man die typischen Fischmerkmale überprüft: Schuppen, Kiemen, Flossen und Kaltblütigkeit, so trifft keines dieser Merkmale nur auf Fische zu. Die meisten Reptilien und auch die Vögel besitzen Schuppen, die allerdings nicht von einer Schleimhaut überzogen sind. Welse hingegen sind schuppenlos, so sind z.B. Harnischwelse und Panzerwelse mit Knochenplatten bedeckt und trotzdem sind auch sie Fische!
Merkmale wie Flossen, Kiemen und Kaltblütigkeit sind auch bei anderen Wirbeltieren zu finden. Amphibien z.B. sind kaltblütig und besitzen als Larven äußere Kiemen und eine Schwanzflosse. Einige behalten diese Merkmale sogar ein Leben lang. Außerdem existieren Fische, die neben den Kiemen noch andere Atmungsorgane aufweisen, z.B. Lungenfische, Labyrinthfische, und Welse. Lange Zeit zählte man die Wale und Delphine wegen ihrer "Flossen" fälschlicherweise zu den Fischen, bis man sie schließlich als Lungenatmer und Säugetiere erkannte.

- Die SCHLAMMSPRINGERFISCHE sind dank ihrer sonderbaren
Fische findet man in vielen Lebensräumen:
In den Weiten der Meere von tropischen wie polaren Gewässern, unterhalb der gut durchleuchteten Oberfläche bis hinab in die fast 11 Kilometer tiefen Meeresgräben, in denen vollständige Finsternis und ein immenser Druck herrschen. Außerdem finden wir Fische in den Flüssen und Seen, selbst in unterirdischen Gewässern. Einige Arten können sogar im Süß- und Salzwasser gleichermaßen leben.
Ein Aal (Simenchelyes parasitica) fand sogar eine Nische im Herz großer Haie und der Eingeweidefisch (Fierasfer) lebt in Seewalzen.

- Die Muränen bilden wie auch die Seepferdchen recht ungewöhnliche Fischformen
In ihrer Größe reichen die Fische von den winzigen, nur einige Millimeter langen Grundeln, bis zu den gewaltigen Riesen- oder Walhaien die über 12 Meter lang werden können. Die meisten Fische besitzen einen stromlinienförmigen Körper, mit dem sie perfekt an die Bewältigung langer Schwimmstrecken angepasst sind. Mit Hilfe biegsamer und exakt kontrollierbarer Flossen können Fische ein weites Spektrum spezieller Schwimmbewegungen durchführen und dabei etwa auf der Stelle stehen bleiben oder gar rückwärts schwimmen.
Einige Flossentypen dienen dazu, einige hundert Meter weit zu gleiten, während andere unter und über Wasser gleichermaßen als "Laufbeine" benutzt werden wie z.B. beim Schlammspringer und Knurrhahn.

- Fische besitzen mal winzige Brust- und Rückenflossen, wie hier beim dahintreibendem Kofferfisch (rechts), oder auch große für schnelles schwimmen erforderliche Flossen, wie hier beim Segelflossler (links).
Fische erzeugen mit ihrem Körper oder ihren Flossen schlängelnde Bewegungen dadurch erhalten sie Vortrieb. Zahlreiche Knochenfische können mit ihrer Schwimmblase den Auf- und Abstieg im Wasser regulieren. Sie haben dadurch einen geringeren Energieverbrauch und eine höhere Manövrierfähigkeit. Bodenbewohnende Arten besitzen keine oder eine verkümmerte Schwimmblase.
