Woran erkenn' ich eine Schlange?

Der Tigerpython gilt als die größte Schlange überhaubt

Reptilien begegnen uns fast überall auf der Welt. Von der kleinen Zauneidechse in unseren Vorgärten, oder der 'Griechischen Landschildkröte' im Urlaub bis hin zu Waranen, Leguanen und Schlangen, die ihr vielleicht bisher nur in einem Schauaquarium zu Gesicht bekommen habt. Alle diese, und noch viele mehr, sind Reptilien. Aber woran erkennt man sie? Unterscheidet sich doch die glatte, beinlose 'Ringelnatter' nur zu sehr von der beliebten 'Rotwangen-Schmuckschildkröte'. Was hat ein in Italien an Häuserwänden entlang flitzender 'Mauergecko', mit der in Südamerika lebenden bis zu 9 Meter langen 'Anakonda'-Riesenschlange gemeinsam?

Die Klapperschlange besitzt ein sehr grobes und raues Schuppenkleid. Die Nattern sind eher glatt und sehr schlanke Schlangen

Alle Reptilien, ob Warane, Krokodile, Leguane, Schildkröten, Eidechsen oder Schlangen, sie alle besitzen ein mehr oder weniger auffälliges Schuppenkleid. Alle häuten sich in regelmäßigen Abständen. Die Schlangen schlüpfen dazu komplett aus ihrer Haut. Bei anderen Reptilien löst sich die alte Haut in Fetzen ab. Und alle Reptilien sind 'wechselwarm', das heißt ihre Körpertemperatur wird nicht wie z.B. bei uns Menschen konstant auf fast 37°C gehalten, sondern passt sich der Umgebungstemperatur an. Dies ist auch der Grund, warum die meisten Reptilien in einem beheiztem Terrarium untergebracht werden müssen. Zu schnell sind sie sonst unterkühlt.

Wie ihr bereits sehen könnt, ist das Erscheinungsbild der Reptilien extrem vielseitig. Beschränken wir uns hier allein nur auf die Schlangen, so haben wir es schon mit einer Vielzahl der unterschiedlichsten Formen zu tun. Nicht allein dadurch, dass giftige und auch ungiftige Schlangen existieren, einige haben zusätzlich eine ziemlich raue Schuppenhaut wie die 'Nashornviper', andere wirken fast aalglatt, wie die 'Wurmschlangen'.

Ziemlich dick und dadurch plump und langsam wirkend, ist die gefährliche Puffotter

Manche Schlangen haben einen dicklichen, plumpen Körper wie die 'Puffotter', andere wiederum sind extrem schlank wie die 'Riemennatter'.

Dann existiert noch der Größenunterschied. Die kleinsten Schlangen, wie z. B. die 'Rauhschuppenboa', misst gerade einmal 25cm, hingegen bringt es der Tigerpython bis zu 10 Meter auf die Meßlatte.

Schlangen bewohnen nicht nur die tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimazonen, sowie die Wüstenregionen der Erde, sondern auch die wärmeren Meeresregionen, wie die 'Korallenschlangen'. Einige dieser sehr auffällig gefärbten Tiere sind nicht eierlegend und verlassen ihr Biotop niemals. Andere suchen für die Eiablage das Land auf.

Was aber haben die Schlangen trotz ihrer Vielfältigkeit gemeinsam? Woran kann man sie sicher erkennen?

Als erstes Erkennungsmerkmal gilt:

Das Fehlen von Armen und Beinen. Beim Skelett der Riesenschlangen ist zwar durchaus der Ansatz der Hinterbeine erkennbar, jedoch nicht äußerlich sichtbar.
Allein die Tatsache des Fehlens der Extremitäten lässt allerdings keine sichere Erkennung einer Schlange zu. So sind auch im Reich der Amphibien, Bein- und Armlose Vertreter bekannt, wie z.B. der 'Aalmolch' und die 'Blindwühlen'.
Auch bei einer anderen Gruppe innerhalb der Reptilien sind mit der 'Blindschleiche' und dem 'Scheltopusik' (beides Eidechsen), solche Formen bekannt.

Als zweites Erkennungsmerkmal gilt:

Das Fehlen der Hörorgane. Alle Schlangen sind taub! Sie können lediglich Vibrationen über ihre äußerst sensible Zunge wahrnehmen. Beim Flötenspiel der Schlangenbeschwörer folgen die Kobras nur den Bewegungen der Flöte und nehmen keinen einzigen Ton wahr. Die äußeren Hörorgane sind ansonsten bei den Reptilien gut als eine mit einer dünnen Haut abgedeckte Öffnung hinter den Augen zu erkennen.

Hier ist deutlich das Fehlen der Hörorgane und die 'starren Augen' zu erkennen

Als drittes Merkmal

können hier noch die bei Schlangen so typischen 'starren Augen' aufgelistet werden. Schlangen können ihre Augen weder drehen noch schließen. Es ist ihnen damit nicht anzusehen, ob das Tier wach ist oder nicht. Schlangen schlafen stets mit offenen Augen.