Der Zitteraal

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Der ZITTERAAL ist kein Aal sondern ein Messerfisch der zur Gruppe der "Karpfenfischartigen" zählt. Häufig werden die "Messeraalartigen" auch als eigene Ordnung angesehen, die aus 6 Familien mit 62 Arten besteht. Alle Arten leben in Süd- und Mittelamerika und besitzen ein elektrisches Organ. Über die Biologie dieser Fische ist noch relativ wenig bekannt.

Von den drei in Südamerika vertretenen Ordnungen der "Ostariophysi" haben die Messerfische die kleinste Artenzahl. Sie sind darüber hinaus auch die Gruppe, deren Systematik und Ökologie bisher am wenigsten untersucht  wurde.

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Dies liegt unter anderem daran, dass die Messerfische oft schwer zu unterscheiden und zu fangen sind.
Des weiteren haben sie kaum eine wirtschaftliche Bedeutung für den Fischfang. 
Von den sechs Familien, der Messeraalartigen (Gymnotimormes), bildet der ZITTERAAL als einzigster Vertreter die  Familie Electrophoridae.
Der ZITTERAAL erreicht eine Körperlänge von bis zu 250cm und kann ein Gewicht von über 20 Kg haben.
Seine elektrischen Entladungen können bis zu 800 Volt bei zwei Ampere erreichen.

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Der ZITTERAAL ist ein "Knatterer" unter den Messerfischen. Das heißt, normalerweise gibt er nur Impulse von elektrischen Entladungen zur Orientierung und zum Beutefang ab.
Doch zur Verteidigung ist die elektrische Entladung weitaus höher und ununterbrochen.
Wie kommt der ZITTERAAL überhaupt zu seinen Fähigkeiten Stromstöße abzugeben?
Im Gegensatz zu anderen Messerfischen bei denen sich nur ein Muskel zu einem elektrischen Organ umgewandelt hat, besitzt der ZITTERAAL gleich drei elektrische Organe, nämlich neben dem Hauptorgan, das aus bis zu 50 Säulenplättchen besteht und dem Beutefang und der Verteidigung dient, noch das Huntersche und das Sachssche Organ. Letzteres sendet 20-30 Stromstöße pro Sekunde aus und dient zur Orientierung.

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Denn der ZITTERAAL besitzt unterentwickelte Augen, und seine heimischen Gewässer lassen keine größeren Sichtweiten zu.
Seine elektrischen Impulse geben hier ähnlich einem Echolot Rückstösse an Gesteinen u.ä. ab. Über Sinneszellen am Kopf  werden diese Rückstösse dann aufgenommen und ausgewertet.
Der starke Stromschlag des Hauptorgans ist von großer Bedeutung bei der Nahrungssuche. Beutetiere werden mit seiner Hilfe vorübergehend gelähmt und können dann problemlos überwältigt werden.
Im ZOO-AQUARIUM bekommen die ZITTERAALE allerdings nur tote Rotfedern und Brachsen zum Fressen.
Vor Angreifern bieten die Entladungen ebenfalls einen wirksamen Schutz. Der direkte Hautkontakt mit dem ZITTERAAL  reicht aus, um selbst ein Krokodil abzuwehren.

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Auch wenn der ZITTERAAL wohl der bekannteste elektrische Fisch mit diesen Fähigkeiten ist, so ist er bei weitem nicht der einzige. Ebenfalls sehr bekannt  ist auch der im Meer lebende Zitterrochen, der parallel  elektrischen Organe entwickelt hat.
Was die Leistungen des ZITTERAALS betrifft, der seine Stromstöße im regelrechtem Dauerfeuer abgeben kann gilt er als echtes Kraftpaket und wird von den Einheimischen sehr gefürchtet.

Bei einigen Messerfischen finden sich Anpassungen an die niedrigen Sauerstoffwerte des Wassers:

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Der ZITTERAAL nimmt Luft mit seiner modifizierten Mundhöhle von der Wasseroberfläche auf. Seine Kiemenschlitze sind zurückentwickelt und zu klein, um genügend Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen zu können.
In der Aquarienhaltung  kam es bisher noch nicht zu einer Nachzucht der ZITTERAALE. Auch aus freier Wildbahn sind keine Beobachtungen bekannt. Selbst das Unterscheiden der Geschlechter ist bisher noch nicht sicher gelungen.