Zitronenkugelfisch

(Arothron nigropunctatus citrinellus)

Die Familie der Kugelfische besteht aus zwei Unterfamilien mit insgesamt 26 Gattungen und 190 validen Arten. Zur Gattung der Arothron mit 15 Arten gehört der Zitronenkugelfisch. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Indischen Ozean und den Pazifik, von der Küste Ost- und Südafrikas bis nach Japan, der Osterinsel und Panama. Dort lebt er in korallenreichen, flachen Gebieten oberhalb der 25-Meter-Marke.

STECKBRIEF

Herkunft
Indopazifik

Lebensraum
Korallenriffe von 3 – 25 m Tiefe

Nahrung
Krebstiere, Weichtiere, Schwämme und  Algen

Bestand
nicht gefährdet

Größe
max. 30 cm

Gewicht
ca. 2kg

Brut-/Tragzeit
unbekannt

Erreichbares Alter
ca. 10 Jahre

Wissenswertes zum Zitronenkugelfisch
Der Perlhuhn-Kugelfisch ist schwärzlich gefärbt mit vielen kleinen weißen Punkten. Eine farbliche Variante ist der nur wenig getupfte gelbe Zitronenkugelfisch, der eine Länge von maximal 30 cm erreichen kann. Eine Gemeinsamkeit, die alle Kugelfische miteinander teilen, ist das Fehlen von Bauchflossen.

Eine Kugel lässt sich schwer verschlingen
Droht Gefahr, machen Kugelfische ihrem Namen alle Ehre und pumpen sich gegenüber ihrem Angreifer zu einem abschreckenden Ball auf – zugegeben, auf uns Menschen wirken sie in diesem Zustand eher beeindruckend statt angsteinflößend. Zur Kugel werden sie, indem sie mithilfe ihrer kräftigen Muskulatur Wasser aus der Mundhöhle in eine sackähnliche Erweiterung ihres Magens pressen.

Er ist so giftig, wie er Gelb ist

Das Nervengift des Zitronenkugelfischs enthält Tetrodotoxin und gehört zu den stärksten bekannten, nicht proteinartigen Giften. Schon eine Dosis von nur zehn Mikrogramm/Kilogramm Körpergewicht ist für Menschen tödlich. Besonders tückisch an der Wirkung des Nervengiftes ist: Opfer werden gelähmt, bleiben aber bei vollem Bewusstsein bis der Tod durch Erstickung oder Herzstillstand eintritt.

Stimmt es, dass...?

... der giftige Kugelfisch gegessen wird? Leider ja. Sein Muskelfleisch gilt in Japan sogar als Spezialität, die sich „Fugu“ nennt. Allerdings bezahlten viele Menschen dafür mit ihrem Leben. Nachdem jedes Jahr mehr als hundert Menschen vergiftet wurden, wurden 1958 strenge Gesetze eingeführt, um den Verkauf der Kugelfische zu regeln. Seither schrumpfte die Zahl der Todesfälle auf wenige Personen pro Jahr.

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