Kraushaar Vogelspinne

(Brachypelma albopilosa)

Die Vogelspinnen sind mit einer Länge von etwa zehn cm und einem Beindurchmesser von ca. 30 cm die größten bekannten Spinnen. Um zu wachsen und sich gleichzeitig von Schlackenstoffen zu entledigen, häuten sich Vogelspinnen regelmäßig, wobei sie jedes Mal eine komplette Kopie ihres Körpers als Hülle hinterlassen.

STECKBRIEF

Herkunft
Mittelamerika

Lebensraum
Tropisch warmes Klima

Nahrung
Insekten und kleine Nagetiere

Bestand
gefährdet

Größe
mit Beinen ca. 30 cm

Gewicht
ca. 200 g

Entwicklungszeit
vom Ei bis zum Jungtier ca. 8 bis 11 Wochen

Erreichbares Alter
ca. 12 Jahre

Wissenswertes zur Vogelspinne
Vogelspinnen sind auf allen Kontinenten zu finden, zumindest an Orten, wo es gemütlich warm ist. Von den derzeit insgesamt etwa 900 bekannten Arten, kommen die meisten in Asien vor, wobei die leichter reizbaren und aggressiveren Exemplare in Indien, Sri Lanka und Afrika heimisch sind. Handzahmere Arten findet man vorwiegend in Südamerika – weshalb sie für die Haltung bevorzugt werden.

Gift und Gefährlichkeit der Vogelspinne sind überschätzt
Die große Angst vieler Menschen vor Vogelspinnen ist eigentlich unbegründet. Echte Vogelspinnen besitzen eigentlich ein genügsames Gemüt und ihr Gift ist gerade mal so stark wie das der Bienen oder Wespen. Der Glaube, Vogelspinnen könnten Menschen oder gar Pferde töten, ist demnach nur Mythos. Das heißt aber nicht, dass sie mit ihren 2-3 cm großen Kieferklauen nicht zubeißen könnten, also besser nicht reizen.

Augen auf beim Griff in die Bananenkiste

Bei der Bananenernte oder dem Verladen tropischer Gewächse kann es schon mal passieren, dass mehr als nur die Frucht oder Pflanze verpackt werden. Immer wieder überraschen haarige blinde Passagiere hiesige Floristen oder Obsthändler, wenn diese ahnungslos importierte Kisten auspacken. Bei den Tieren handelt es sich nicht selten um eingeschleppte Vertreter der imposanten Spinnentiere.

Stimmt es, dass...?

... Vogelspinnen per Klopfzeichen kommunizieren? Richtig. Männchen nutzen z.B. die für Vogelspinnen charakteristischen Taster, um auf sich aufmerksam zu machen. Ist das Weibchen paarungsbereit, trommelt es mit seinen Tastern zurück. Übrigens dienen die Beinhaare der Vogelspinnen als Hauptsinn, mit dem sie Bewegungen und Bodenerschütterungen in ihrer näheren Umgebung wahrnehmen.

Im Aquarium Berlin leben etwa 30 Vogelspinnenarten, darunter sind z.B. diese Arten zu sehen:


•    Brasilianische Vogelspinne (Sericopelma melanotarsum)
•    Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithii)
•    Costa-Rica Vogelspinne (Aphonopelma seemanni)
•    Riesenvogelspinne (Theraphosa blondi)
•    Schwarze Vogelspinne (Grammostola pulchra)
•    Trinidad Vogelspinne (Psalmopoeus cambridgei)
•    Vogelspinne (Lasiodora christata)

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