Krokodilkaiman

(Caiman crocodilus)

Ein besonders markantes Merkmal des Krokodilkaimans ist die knöcherne Brille, der er auch den Namen Brillenkaiman zu verdanken hat. Innerhalb der Familie der Alligatoren gehört er zur Gattung der „Echten Kaimane“ und gilt im Allgemeinen als ein recht angriffslustiger und aggressiver Zeitgenosse.

STECKBRIEF

Herkunft
nördliches Südamerika, Mittelamerika, Südmexiko

Lebensraum
Seen, Flüsse, Sümpfe, Stauseen

Nahrung
Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Weichtiere, Muscheln

Bestand
potenziell ca. 5 bis 9 Monaten nach Eiablage gefährdet

Größe
ca. 1,70 bis 2,70 m, im Durchschnitt nur 2 m

Gewicht
ca. 30 kg

Brutzeit
ca. 3 Monate

Erreichbares Alter
ca. 60 Jahre

Wissenswertes zum Krokodilkaiman
Die verschiedenen Unterarten der Kaimane sind in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas verbreitet. Ihr Habitat grenzt im Norden an Mexiko und im Süden an das nördliche Argentinien. Alle Unterarten des Krokodilkaimans sind in ihrer Existenz bedroht. Grund dafür ist die illegale Jagd für den Lederhandel. Mittlerweile sind die Tiere jedoch im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens geschützt.

Was unterscheidet eigentlich Krokodile von Kaimanen?
Ein Unterschied ist z.B. der herausstehende vierte Zahn bei geschlossener Schnauze der Krokodile. Der ist bei den Kaimanen nicht zu sehen. Dafür können Brillenkaimane ihre Farbe leicht verändern: sind sie entspannt, färbt sich ihre Haut dunkler, bei Stress heller. Außerdem können Kaimane über eine Stunde abtauchen, in Ausnahmen sogar länger, Krokodile hingegen schaffen im Durchschnitt nur eine halbe Stunde.

Flexible Allesfresser
Auf dem Nahrungsplan der erwachsenen Krokodilkaimane steht so ziemlich alles, was sie überwältigen können – von Insekten, Muscheln, Krebsen, Wasserschnecken oder Fischen bis hin zu Vögeln fressen sie, was nicht schnell genug entkommen kann. Jungtiere ernähren sich überwiegend von Insekten, Weichtieren und Krustentieren, verspeisen hin und wieder auch kleinere Fische.

Hände weg von der Brut!

Brillenkaimane bevorzugen tropische und subtropische Gewässer. Man findet sie insbesondere an langsam fließenden Gewässern mit schlammigem Untergrund und starker Vegetation. Hier ist der geeignete Ort für das Weibchen, um die etwa 30 Eier in das aus Schlamm und Pflanzen bestehende Hügelnest abzulegen. Während der ca. drei monatigen Brutzeit bewacht sie ihr Gelege und verteidigt es energisch gegen Feinde.

Stimmt es, dass…?
... Krokodilkaiman Weibchen auch die Brut anderer Mütter bewachen? In der Tat. Die sonst ziemlich aggressive Art zeigt in Sachen Nachwuchsschutz ein großes Herz und wahre Nanny-Qualitäten. Muttertiere kümmern sich nicht nur fürsorglich um ihre eigenen Jungtiere, sondern schützen auch die Jungen anderer Mütter vor Fressfeinden – für die noch winzigen Krokodilbabys ist dieses Verhalten absolut überlebensnotwendig.

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