Chamäleon

(Chamaeleo calyptratus)

Neben dem Panther-Chamäleon lebt im Berliner Aquarium auch das farbintensive Jemen-Chamäleon, das in den Trockengebieten des Jemens beheimatet ist. Jemen-Chamäleons lieben das feucht-warme bis extrem trockene Klima, sodass sie in freier Wildbahn nahe der südwestlichen Küste der arabischen Halbinsel zwischen den trockenen Hochebenen und den blühenden tropischen Gebieten anzutreffen sind.

STECKBRIEF

Herkunft
Jemen, Saudi-Arabien

Lebensraum
von feuchtwarmen  Berghängen bis trockene Hochebenen

Nahrung
Pflanzliche Kost, Insekten, selten auch junge Nagetiere

Bestand
gefährdet

Größe
ca. 50-60 cm Länge

Gewicht
bis ca. 200 g

Schlupfzeit
ca. 5 bis 9 Monate nach Eiablage

Erreichbares Alter
bis 8 Jahre

Wissenswertes zum Jemen-Chamäleon
Jemen-Chamäleons gehören zur Unterfamilie der „Echten Chamäleons“. Die andere Familie bilden die kleineren und meist am Boden lebenden Stummelschwanzchamäleons. Jemen-Chamäleons erkennt man an ihrem auffälligen Helm und der gelb-grünen Zeichnung. Im Gegensatz zu den Weibchen sind die Männchen nicht nur mit einem imposanteren Helm, sondern auch mit einem kleinen Fersensporn ausgestattet.

Die Verwandlungskünstler unter den Echsen

Das wohl bekannteste Merkmal des Chamäleons ist die Fähigkeit, die Farbe zu wechseln. Allerdings glauben viele Menschen irrtümlich, dass Chamäleons die Farbe entsprechend ihrer Umgebung zu Tarnzwecken annehmen. Richtig ist, dass die Farbe von der Stimmung des Tieres abhängt. Ist es zum Beispiel gereizt, kann es sich sprichwörtlich „schwarz ärgern“. Wirbt ein verliebtes Chamäleon hingegen um die Gunst eines Weibchens, leuchtet es in den buntesten Farben. Ist es krank, wirkt es ganz blass.

Vorsicht vor der Schleuderzunge!
Auf einem Ast sitzend machen Chamäleons einen eher trägen Eindruck. Ihre Beute muss sich aber auch in scheinbar sicherer Distanz vor der blitzschnellen Schleuderzunge in Acht nehmen. Die in ihrer Form einzigartige Chamäleon-Zunge, die einem Gummiband gleicht, kann die eineinhalbfache Länge ihres Inhabers erreichen und verfügt über eine enorme Zugkraft – oft hat das Beutetier keine Chance zu fliehen.

Stimmt es, dass…?
... Chamäleons ihre Augen unabhängig voneinander bewegen können? Und ob – und das sogar um jeweils 360 Grad. Diese Fähigkeit ist besonders hilfreich, um einerseits Feinde frühzeitig zu entdecken, ohne sich umblicken zu müssen, und andererseits, um das gesamte Gebiet nach herannahender Beute abzusuchen.

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