Brückenechse

(Sphenodon punctatus)

Aus der einst weltweit verbreiteten Gruppe der Schnabelkopfartigen haben Brückenechsen als einzige Gattung nur in Neuseeland überlebt. Heute findet man sie dort jedoch nur noch auf 32 kleinen Inseln: in der Cook-Straße, der Bay of Plenty und der Bay of Islands entlang der Nordküste der nördlichen Hauptinsel.

STECKBRIEF

Herkunft
Neuseeland

Lebensraum
raues ,kühles Klima, starker Grasbewuchs mit geringem Baumbewuchs. Lebt in Höhlen und sind nachtaktiv.   

Nahrung
Weichtiere, Insekten, Spinnen selten Jungvögel und Eier

Bestand
stark gefährdet

Größe
50 bis 75 cm

Gewicht
1 kg

Brutperiode
Schlupf nach Eiablage ca. 13 bis 15 Monaten

Erreichbares Alter
über 100 Jahre

Wissenswertes zur Brückenechse
Bevor sich Menschen in Neuseeland ansiedelten, waren die Brückenechsen überall im Land verbreitet. Seit jedoch die einheimischen Maoris mit der Bejagung begannen und zudem ihr größter Fressfeind, die polynesische Ratte eingeschleppt wurde, wurden Brückenechsen weitläufig fast ausgerottet.

Nomen est omen

Ihren Namen verdankt die Brückenechse einer Schläfenbrücke innerhalb des Schädels, der bei allen anderen Reptilien zurückgebildet ist. Die Maori nennen sie auch „Tuatara“, was auf den gelblichen Rückenkamm zurückzuführen ist und „Stachelträger“ bedeutet. Innerhalb der Ordnung der Schuppenkriechtiere unterscheiden sie sich durch fehlende Außenohren und Haken an den Rippenenden.

Eiweißreicher Speiseplan
Mit Insekten, Spinnen, Schnecken und Regenwürmern stehen überwiegend wirbellose Tiere auf der Speisekarte der Tuataras. Seltener fressen sie auch junge Seevögel oder Eier. Aufgrund der Anatomie ihres Gebisses zerschneiden sie ihre Beute buchstäblich, indem sich die Zahnreihe des Unterkiefers scherenartig zwischen die beiden Zahnreihen des Oberkiefers schieben.

Ein lebendes Fossil
Brückenechsen haben große Ähnlichkeit mit ihren mesozoischen Vorfahren aus dem Trias vor etwa 200 Millionen Jahren – kein Wunder, dass man sie als lebendes Fossil bezeichnet. All ihre Verwandten sind schon seit etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben. Nur die Gattung Sphenodon hat in Neuseeland überlebt.

Stimmt es, dass...?

... Brückenechsen ein drittes Auge haben? Nicht ganz, zumindest keins, womit sie sehen können. Das sogenannte dritte Auge sieht man nur bei jungen Tuataras, da es sich im Laufe der Jahre schließt. Doch auch danach hat es praktische Funktionen: Aufgrund seiner Empfindlichkeit für ultraviolettes Licht, können Brückenechsen damit Helligkeit messen und so beispielsweise ihren Schlaf-Rhythmus steuern.

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