Arapaima

(Arapaima gigas)

Der Arapaima, der stammesgeschichtlich einer sehr alten Fischfamilie angehört, ist mit über zwei Metern Länge einer der größten Süßwasserfische der Welt. Der Riesenfisch zählt zu den Publikumslieblingen des Berliner Aquariums.

STECKBRIEF

Herkunft
Nördliches Südamerika, u.a. im Amazonas und seinen Unterläufen

Lebensraum
In flachen Bereichen dicht mit Wasser- und Uferpflanzen bewachsener Gewässern und periodisch überschwemmter Gebiete.   

Nahrung
Fische, Frösche, Vögel, Kleinsäuger

Bestand
gefährdet

Größe
über 2 m

Gewicht
über 100 kg

Brutpflege
mehrere Monate dauernde Brutpflege. Elterntiere führen Jungtiere bis zu einer Größe von 25 cm.

Erreichbares Alter
bis zu 20 Jahre

Wissenswertes zum Arapaima
Arapaimas leben in dicht mit Wasser- und Uferpflanzen bewachsenen Gewässern Brasiliens, Guyanas und Perus, wo sie überwiegend im Amazonas und Orinoko sowie deren Nebenflüssen leben. Das stark saure, fischarme so genannte Schwarzwasser und schnell fließende Gewässer hingegen meiden sie.

Praktischer Schuppenpanzer

Der Arapaima hat einen stark beschuppten Körper, der ihn z.B. bestens vor Piranha-Bissen schützt. Das Geheimnis des Arapaima-Panzers: es ist hart genug, um ein Eindringen der Zähne zu verhindern und flexibel genug, um dem Druck eines Bisses standzuhalten ohne zu brechen oder zu reißen.

Bedrohter Riese im Amazonas

Aufgrund des hohen Fettgehaltes besteht eine große Nachfrage nach Arapaima-Fleisch, das gesalzen und getrocknet auf dem Markt verkauft wird. Die übermäßige Befischung führte bereits zur lokalen Ausrottung in weiten Gebieten, besonders im Amazonashauptstrom. Doch auch die großflächige Zerstörung des tropischen Regenwaldes und der damit einhergehende Eintrag von Pestiziden und Schadstoffen wie Quecksilber oder Öl, die in die Gewässer gespült werden, bedrohen den Lebensraum der Riesenfische.

Stimmt es, dass...?

... ein Arapaima auch „normal“ Luft atmen kann? Diese Aussage ist umstritten. Manche behaupten, dass der Arapaima als besonderes Anpassungsmerkmal an die extremen Lebensräume in Südamerika, atmosphärische Luft schnappen kann. Sinkt z.B. der Sauerstoffgehalt im Wasser, steigt der Arapaima an die Oberfläche und atmet mithilfe seiner lungenähnlichen Luftsäcke – das macht ihn jedoch noch nicht zu einem Lungenfisch!

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